Happiness Manager

HR-Kolumne: Brauchen wir einen "Happiness Manager"?

Die Digitalisierung und schließlich die New-Work-Bewegung haben in den letzten Jahren eine ganze Reihe neuer Berufsbilder hervorgebracht. Mittlerweile hat es der „Customer Experience Manager“ beispielsweise zu gängigen Tätigkeitsfeldern geschafft und der „Social Media Manager“ ist mittlerweile auch im Fachmarkt für Wurstartikel angekommen.

Relativ wenig Verbreitung hat dahingegen die Profession des „Happiness Managers“ oder „Feelgood Managers“. Eine, von dem Autor durchgeführte und auf keinen Fall repräsentative, Studie ergab, dass es unter den 14 Millionen Mitgliedern des Karriere-Netzwerks Xing gerade mal vier „Happiness Manager“ (darunter ein Bernhardiner-Mischling) gibt.

Woran liegt das?

Na klar, die Vorstellung, dass bei uns ein Tobi oder ein Basti mit den Resten seines Detox-Smoothies im Vollbart klebend auf seinem Longboard über die Gänge fährt und die Kollegen zum Mittagsyoga animieren möchte, treibt zumindest dem Autor dieses Artikels den Angstschweiß in die Doppelkinnfalte.

International ist der „Happiness Manager“ jedoch schon wesentlich weiter verbreitet. Seine Wurzeln hat die Idee – na klar – bei Google, die schon vor zehn Jahren die Position des „Chief Happiness Officers“ besetzt hatten.

Bei näherer Überlegung ist der „Happiness Manager“ vielleicht doch gar kein so schlechter Ansatz. Zumindest hat fast jedes Team ein oder zwei Kolleginnen oder Kollegen, die die anderen motivieren und mitreißen. Warum sowas also nicht professionell machen?

Auch das Employer Branding, das Betriebliche Gesundheitsmanagement, das Talentmanagement und das HR-Marketing könnten sich in der Figur des „Happiness Managers“ subsumieren.

Am Schluss könnte man das Happiness-Management sogar zum eiskalt kalkulierten Werkzeug eines datengestützten Performance-Managements machen. Die Daten aus dieser Schnittstelle wären eine ideale Grundlage für die Personalentwicklung und die Mitarbeiterzufriedenheit ließe sich in Zusammenhang mit dem jeweiligen Output bringen … Hm, wie unsympathisch!

Dann halt doch lieber den Tobi mit dem Longboard.

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